Stearinwachs

Stearinwachs

Nov. 19, 2022 Wachs 0Kommentare

Stearin wird aus pflanzlichen oder tierischen Ölen gewonnen. Am Häufigsten wird vermutlich Palmöl verwendet, was aus den Früchten der Ölpalme stammt. Grosse Ölpalmenplantagen gibt es unter anderem in Asien, wofür nicht selten Regenwald abgeholzt wird. Die exakte Herkunft lässt sich vielfach nicht klar bestimmen, da leider viele Produzenten keine oder unklare Angaben dazu machen.

Herstellung

Stearin besteht hauptsächlich aus Stearin- sowie Palmitinsäure. Beide Säuren können aus pflanzlichen und tierischen Fetten und Ölen gewonnen werden. Durch verschiedene Verfahren (z.B. Verseifung) wird das Rohmaterial erst zu Säure und dann zum eigentlichen Stearin verarbeitet. Reines Stearin wird häufig in Form von Flocken oder Pulver für die Kerzenproduktion verwendet.

Verarbeitung

Stearin ist etwas härter als z.B. Paraffin. Entsprechend werden Stearinkerzen meistens gegossen. Sie können aus reinem Stearin bestehen oder z.B. mit Paraffin gemischt werden. Dies wird häufig gemacht, um die Vorteile beider Wachsarten zu verbinden und die Gesamtqualität der Kerzen zu erhöhen. Stearin lässt sich gut mit Farben mischen, um komplett durchgefärbte Kerzen zu erhalten. Da die Schmelztemperatur bei ca. 55°C liegt, sind Stearinkerzen weniger empfindlich auf Hitze als z.B. Paraffinkerzen. So bleibt ihre Form auch bei direkter Sonneneinstrahlung länger stabil.

Nachhaltigkeit

Pflanzliche Öle wie Palmöl oder auch tierische Fette sind biologisch abbaubar, was zur Nachhaltigkeit beiträgt. Auch dass es sich um nachwachsende Rohstoffe handelt, ist prinzipiell positiv. Wenn allerdings Palmöl verwendet wird und zu dessen Gewinnung Wälder abgeholzt werden, relativieren sich die positiven Eigenschaften schnell wieder. Somit spielen mitunter die Art und die Herkunft der Rohstoffe für das Stearin eine entscheidende Rolle bei der Beurteilung, ob eine Kerze aus nachhaltigem Wachs produziert wurde. Sofern keine Zusätze beigegeben beziehungsweise nur natürliche Farbstoffe verwendet wurden, können Reste von Stearinkerzen kompostiert werden.

Aussehen und Brenneigenschaften

Wird reines Stearin verwendet und die Verarbeitungstemperatur nicht zu hoch angesetzt, haben Stearinkerzen eine kristalline Struktur. Sie funkeln und bieten sind somit als Blickfang bei allen möglichen Gelegenheiten an. Ein Durchfärben ist ebenfalls möglich, damit die Kerze innen und aussen dieselbe Farbe hat. Wird es mit Paraffin gemischt, kann die Kristallstruktur verloren gehen, wobei dies beim Färben auch ein Ziel sein kann. Stearinkerzen sind sehr formstabil, brennen mit einer hellen Flamme und tropfen kaum.

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